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Das Handwerk und die Coronakrise: So stark ist es betroffen

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Das Handwerk und die Coronakrise: So stark ist es betroffen

Der Mittelstand und damit das Rückgrat der Deutschen Wirtschaft ist derzeit mehr als gebeutelt. Ein Virus legt den Arbeitsalltag lahm. Allgemein bezeichnet als Coronavirus, ist der von der WHO offiziell festgelegte Name des Virus Sars-CoV-2. Mit dem Namen Covid-19 wird die durch den Virus Sars-Cov-2 aus der Gruppe der Coronaviren ausgelöste Lungenkrankheit bezeichnet. Viele Namen, aber dennoch nur ein einziges großes Problem, das sich durch seine Ausbreitung zu einer Kettenreaktion in der Wirtschaft entpuppt und verheerende Folgen hat.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat in der letzten Märzwoche eine Umfrage zur wirtschaftlichen Betroffenheit des Handwerks durch die Coronakrise gestartet und Unternehmen zu ihrer momentanen Lage und den Auswirkungen befragt. Die Ergebnisse sind erschreckend.

Insgesamt 77 Prozent der Handwerksbetriebe leiden wegen Sars-CoV-2 unter Umsatzeinbußen. Zu den besonders betroffenen Handwerksbetrieben gehören die Branchen Gesundheit mit 96% sowie Kfz und persönliche Dienstleistungen mit jeweils 93%. Beim Bauhaupt- und Ausbaugewerbe sowie beim gewerblichen Bedarf liegt die Anzahl der betroffenen Betriebe bei 61 bzw. 73 Prozent, wobei sich der Rückgang des Umsatzes hier auf 40% bzw. 45% bemisst. Das Handwerk insgesamt mit allen Betrieben beklagt einen Umsatzrückrückgang von 53%. Wobei das prozentuale Ausmaß im Verhältnis zu den betroffenen Betrieben bei den persönlichen Dienstleistungen mit 88% am höchsten liegt. Im Vergleich zur Vorwoche haben die Umsatzrückgänge insgesamt um 58% zugenommen.

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Im Gegenzug hat sich innerhalb einer Woche die Auftragslage um 54% und die Personalverfügbarkeit um 26% verschlechtert. Die Verfügbarkeit an Material, vorgefertigten Produktionen und Betriebsmitteln ist in der gleichen Zeitspanne um 29% gesunken. Im Zuge der Umfrage nannten die Firmen im Handwerk mehrere Auswirkungen, die denen sie betroffen sind. An erster Stelle stehen hier mit 53 % die Auftragsstornierungen. Aufgrund des Versammlungsverbotes müssen Feiern und Veranstaltungen abgesagt werden. Viele Verträge von Privatkunden werden aus Angst vor dem Virus Sars-CoV-19 rückgängig gemacht. Gewerbekunden verschieben ihre Aktivitäten wegen ihrer selbst momentan ungewissen Zukunft. Auch mit Personalausfall haben 36% der Betriebe zu kämpfen. Dies bedeutet, dass 33 Prozent der gesamten Belegschaft wegen Quarantäne, Krankheit oder fehlender Kinderbetreuung ihrer täglichen Arbeit nicht nachgehen können. Durch die Unterbrechung der Lieferketten wegen Grenz- und Firmenschließungen oder runtergefahrener Produktionen sind 31% der Betriebe im Handwerk zudem von fehlendem Material- und Wareneingang betroffen. Hinzu kommen private Dienstleister, wie Kosmetikstudios, Friseure, Schneidereien u. ä., die wegen behördlich angeordneter Schließungen ihre Läden geschlossen halten müssen. Im Handwerk sind 16% von diesen gravierenden Maßnahmen betroffen.

Zur Überbrückung, greifen die betroffenen Handwerksbetriebe im ersten Ansatz auf unterschiedliche Maßnahmen zurück. In über 40 Prozent der Unternehmen werden zunächst angehäufte Überstunden (42%) und Urlaubstage (43%) ausgeglichen. Die Kündigung von Mitarbeitern ist aufgrund des Bewusstseins, dass gutes Personal schwer zu bekommen ist, nur bei 11% der Betriebe der Fall. Der Großteil mit 58% setzt in erster Linie auf die Anmeldung von Kurzarbeit. Eine sofortige vorübergehende Stilllegung des Betriebs kommt für 18% der Befragten als erste Maßnahme in Frage.

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Bei den Unterstützungsmaßnahmen erachten 61% der Betriebe die Erleichterungen beim Zugang zum Kurzarbeitergeld als hilfreich. Mit 55% sehen über die Hälfte die von der Regierung ermöglichten Steuerstundungen als positiv an. Ganze 69% greifen auf die Soforthilfen des Staates zurück. Wobei unter diese Form der nicht rückerstattungspflichtigen Zuschüsse von Bund und Ländern Betriebe im der kleinen und mittleren Größenordnung bis 50 Beschäftigten fallen. Die verbleibenden 31% größerer Unternehmen im Handwerk greifen auf Liquiditätshilfen wie Überbrückungskredite und Bürgschaften zurück.

Fakt ist, dass die Coronakrise nicht vorhergesehen werden konnte. Die gesamte Welt wurde komplett unvorbereitet getroffen. Ebenso ist kein zeitliches Ende bestimmbar und damit auch das endgültige Ausmaß nicht absehbar. Soforthilfen gelten zunächst für eine Überbrückungszeit von drei Monaten. Was dann? Kredite und gestundete Beträge müssen in der Zukunft beglichen werden. Egal, was die betriebliche Zukunft auch bringen mag.

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