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Krank durch Bauarbeiten? Risikofaktoren im Bausektor

© Catalin Pop 142447797 / www.Fotolia.com

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Krank durch Bauarbeiten? Risikofaktoren im Bausektor

Jeder Handwerker weiß um das Risiko von Arbeitsunfällen. In diesem Sektor werden viele Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um Arbeitsplätze sicher zu gestalten und Mitarbeiter vor Unfällen zu schützen. Der Arbeitsschutz im Handwerk sollte aber nicht nur auf die sichere Bedienung von Maschinen und das Tragen von Arbeitsschuhen und Handschuhen reduziert werden. Wichtig sind Schutzmaßnahmen des Arbeitsgebers gegen Hautkrankheiten, Hörverlust, Wirbelschäden und auch Krebs.
Die BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat ihrem jüngsten Bericht die Krankheitsrisiken in Bezug auf Haut, Gehör, Wirbelsäule sowie Atemorgane ganz oben auf der Gefahrenliste eingestuft. Um Langzeitfolgen vorzubeugen sollten Arbeitgeber im Handwerk auf einen ausgeweiteten Arbeitsschutz achten.

Was die Haut auf Dauer schädigt

Die Hautschädigung in Verbindung mit ätzenden Stoffen, aggressiven Lacken oder Lösungsmitteln ist offensichtlich und Schutzmaßnahmen sieht jeder Handwerker als logisch an. Gefährlich ist allerdings auch eine vermehrte Nässe auf der Haut. Einfaches reines Wasser kann hier auf lange Sicht gravierende Hautprobleme verursachen. Allein das Tragen von dichten Gummihandschuhen schützt zwar vor dem Kontakt mit reizenden Flüssigkeiten, wie aber sieht es mit der Hand im Handschuh aus? Sie schwitzt. Dieses Schwitzwasser macht die Haut weich und damit anfällig. Pilze, Ekzeme und andere Infektionen sind das Resultat nach häufigem Arbeiten in undurchlässigen Handschuhen. Abhilfe schafft hier das Tragen von natürlichen Stoffhandschuhen unter den Schutzhandschuhen. Damit wird die Feuchtigkeit bestmöglich absorbiert. Zudem ist die Bereitstellung von Hautpflegemitteln sinnvoll.

UV-Strahlung schädigt die ungeschützte Haut. Millionen Arbeitnehmer in Handwerk, vor allem auf Baustellen im Freien, ereilt die Diagnose Hautkrebs. Vor diesem Risiko kann der Arbeitgeber nur durch ausreichende Information warnen. Wichtige Punkte, die Arbeitnehmer oft nicht wissen, sollten kommuniziert werden. Hierzu gehören:

• Ausgewählte Arbeitsplätze, die z. B. gegen den täglichen Sonnenstand gewählt werden
• Einfache Schutzmaßnahmen durch Abdeckungen, wie leichte Sonnensegel
• Falls möglich immer mit leicht bedenkender Kleidung arbeiten, denn die „normale“, nicht auf Hochtouren laufende Sonnenbestrahlung schädigt die Haut auf Dauer ebenfalls
• Auch das Schweißen verursacht UV-Strahlung

Die Schädigung von Organen vermeiden

Die Dauerbelastung durch Maschinenlärm und andere akustische Einflüsse belastet das Gehör nachhaltig. Die Folge ist Lärmschwerhörigkeit. Um diesem Risiko vorzubeugen ist individuell auf die Lärmstärke angepasster Gehörschutz wichtig. Ob der einfache Ohrstöpsel ausreichend ist oder eher die Gehörschutzkapsel zu Einsatz kommen sollte, richtet sich nach der permanenten Dezibel-Belastung, der das Gehör ausgesetzt ist. Eine entsprechende Richtlinie mit Einzelwerten sowie eine eingehende Unterweisung sollte vom Arbeitgeber bereitgestellt werden. So können Arbeitnehmer die Geräuschkulisse ihres Arbeitsplatzes besser einschätzen und entsprechend vorbeugen.

Organe wie Lunge und Kehlkopf sind in vielen Bereichen des Handwerks oft zu Beginn unmerklich in Mitleidenschaft gezogen. Ein schleichender Prozess, dessen Folgen oft erst bei der Diagnose Krebs erkannt werden. Vor allem das Einatmen von Stäuben, wie diese z. B. Bei der Holzbearbeitung entstehen, aber auch Quarzstäube und Asbest im Bausegment sind höchst gefährlich. Eine Gefährdungsbeurteilung sowie die Aufklärung sind hier zwingend, um Atemwegserkrankungen zu verhindern. Entsprechende Schutzmaßnahmen, wie die Arbeit mit Absaugvorrichtungen, das Tragen von Staubmasken oder die Verwendung von staubarmen Produkten sollten hier Grundlage sein.

Das Risiko von Rückenleiden minimieren

Falsches Heben ohne technische Hilfsmittel ist Gift für jede Wirbelsäule. Das rückenschonende Heben ist ein langer Lernprozess und muss ausgiebig geübt werden, damit das Kreuz nicht zum Kreuz wird. Arbeitgeber sollten in jedem Fall alle Möglichkeiten ausschöpfen und Trage- und Transporthilfen zur Verfügung stellen. Ergänzend ist eine Rückenschulung für die betreffenden Arbeitnehmer vor großem Vorteil. Hierbei sollten aber nicht nur die handwerklichen Mitarbeiter, sondern auch die Büromitarbeiter involviert werden. Denn auch eine nicht angepasste Sitzhaltung schädigt die Wirbelsäule nachhaltig.

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